93 Studien
Forschungsbibliothek
Peer-reviewed Papers aus Top-Journals, zusammengefasst und nach Evidenzstärke bewertet. Updates jeden Mo, Mi & Fr.
10.–16. Mai 2026
2Blut-NAD+-Spiegel bleiben mit dem Alter konstant und stellen gängige Aging-Theorie infrage
Eine der meistwiederholten Annahmen in der Longevity-Szene lautet: NAD+ sinkt mit dem Alter, eine Erzählung, die NR und NMN zu festen Größen im Bereich gemacht hat. Diese groß angelegte und sorgfältig kontrollierte Studie schaut genauer hin. Über sieben unabhängige Kohorten und mehr als 300 Personen hinweg blieben die Blut-NAD+-Spiegel mit zunehmendem Alter bemerkenswert stabil und veränderten sich auch nicht messbar durch Sport, eiweißreiche Ernährung oder multimodale Lifestyle-Interventionen bei älteren Erwachsenen. Wichtig: NR-Supplementierung hat die Blut-NAD+-Werte wie erwartet erhöht. Pharmakologisch wirken die Präkursoren also. Die eigentliche Frage ist nur, ob Blut-NAD+ überhaupt der richtige Messpunkt ist.
Wie Wearables und Blutproteine zusammen das biologische Alter genauer messen
Forscher haben ein neues Modell für das biologische Alter entwickelt, das Blutproteindaten mit Daten von Wearables kombiniert. Es sagte das Sterberisiko besser voraus als jedes Werkzeug allein und reduzierte den Vorhersagefehler um 21%. Das Modell identifizierte auch häufige Medikamente wie GLP-1 Agonisten und ACE-Hemmer als verknüpft mit einem jüngeren biologischen Alter in bestimmten Organsystemen.
3.–9. Mai 2026
2Neue Aging Clocks zeigen: Blutgerinnungsfaktoren könnten Organabbau antreiben
Forscher entwickelten eine mehrschichtige Aging Clock aus klinischen, physiologischen und molekularen Daten von über 2.000 chinesischen Erwachsenen. Sie fanden heraus, dass Plasmaproteine sowohl das Alter als auch den Gesundheitszustand des Körpers vorhersagen können. Die wichtigste Entdeckung: Gerinnungsfaktoren häufen sich mit dem Alter an und könnten organübergreifendes Altern und Entzündungen befeuern.
Warum die übliche Protein-Empfehlung für ältere Menschen zu wenig sein könnte
Dieser Review argumentiert, dass allgemeine Proteinrichtlinien für ältere Erwachsene möglicherweise nicht ausreichen, um Muskeln zu erhalten. Ältere Körper brauchen mehr Protein, gleichmäßig über den Tag verteilt, mit Fokus auf leucinreiche Lebensmittel wie tierische Proteine. Die Autoren weisen darauf hin, dass Creatine, Vitamin D, Kollagen und Omega-3 in Kombination mit Krafttraining die Muskelgesundheit zusätzlich unterstützen könnten.
12.–18. Apr 2026
3Dein Blut ist sowohl Spiegel als auch Treiber deines Alterungstempos
Forscher entdecken, dass die Bestandteile deines Blutes, also Proteine, Metaboliten und kleine extracellular vesicles, nicht nur dein Alter widerspiegeln. Sie bestimmen aktiv das Tempo des Alterns in verschiedenen Organen. In Tierstudien stellte der Austausch von altem gegen junges Blut oder das Herausfiltern pro-alternder Faktoren die Gewebefunktion wieder her und verlängerte sogar die Lebensspanne. Erste Humanstudien mit plasma exchange zeigen vielversprechende Ergebnisse bei altersbedingtem Abbau.
Cholesterin, Immunzellen und IGF-1 als zentrale Longevity-Signale
Forscher durchsuchten riesige genetische Datenbanken, um herauszufinden, was ein langes Leben und langsameres biologisches Altern wirklich antreibt. Drei Faktoren stachen hervor: Cholesterinwerte, Immunzell-Merkmale und IGF-1 (ein Wachstumshormon, das mit dem Altern verbunden ist). Zudem identifizierten sie 30 Gene und mehrere Proteine als mögliche Drug-Targets für zukünftige Anti-Aging-Therapien.
Wie Lactate aus Sport deine Gene umschreiben und Alterung verlangsamen könnte
Wenn du hart trainierst, pumpen deine Muskeln Lactate aus, genau das Zeug, das früher für Muskelkater verantwortlich gemacht wurde. Forscher glauben jetzt, dass Lactate als Botenstoff wirkt und Proteine über einen Prozess namens lactylation markiert. Das verbindet dein Training mit langfristigen Veränderungen im Verhalten deiner Gene. Das könnte erklären, wie Sport Mitochondrien schützt, Entzündungen dämpft und Stammzellen in Gehirn, Herz und Muskeln funktionsfähig hält. Vieles basiert noch auf Tier- und Zellstudien.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
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