Zerebrale MRT-Volumetrie
ENBrain MRI volumetrics
Geprüft von Maurice Lichtenberg
Die zerebrale MRT-Volumetrie nutzt strukturelle Magnetresonanztomographie, um das Volumen spezifischer Hirnareale — insbesondere Hippocampus, Seitenventrikel sowie gesamte Grau- und Weißsubstanz — sowie die kortikale Dicke in parzellierten Regionen zu quantifizieren. Automatisierte Analysepipelines wie FreeSurfer und das GPU-beschleunigte FastSurfer verarbeiten T1-gewichtete Aufnahmen und erzeugen normbasierte Deviationsscores; vergrößerte Ventrikelvolumina und reduzierter Hippocampus oder kortikale Dicke gelten als etablierte Marker beschleunigten Hirnalterns, wobei die Atrophierate nach dem 60. Lebensjahr deutlich zunimmt. Querschnittliche Populationsstudien wie UK Biobank haben Trajektorien regionalen Volumenverlusts in Bezug auf Alter, Lebensstilfaktoren und Krankheitsrisiko kartiert und damit das Konzept eines 'Hirnaltersgefälles' — der Differenz zwischen geschätztem Hirnalter und chronologischem Alter — als potenziellen Biomarker für neurodegeneratives Risiko und kognitive Resilienz etabliert.
Quellen
- Driscoll I, Davatzikos C, An Y, et al.. (2009). Brain volumetrics to investigate aging and the principal forms of degenerative cognitive decline: A brief review. *Psychiatry Research: Neuroimaging*doi:10.1016/j.pscychresns.2008.02.003
- Franke K, Ziegler G, Klöppel S, Gaser C. (2010). BrainAGE in Mild Cognitive Impaired Patients: Predicting the Conversion to Alzheimer's Disease. *NeuroImage*doi:10.1016/j.neuroimage.2010.01.005
