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Bildgebung & Diagnostik

Mammographie

ENMammography

Die Mammographie ist eine niedrigdosierte Röntgenuntersuchung der Brust (effektive Dosis etwa 0,4 mSv pro beidseitiger Zwei-Ebenen-Aufnahme) und das einzige Verfahren mit randomisierter Evidenz für eine Senkung der Brustkrebs-Mortalität. Die USPSTF empfiehlt seit 2024 (Grad B) eine zweijährliche Untersuchung für Frauen im Alter von 40–74 Jahren – das Einstiegsalter wurde von 50 auf 40 gesenkt, gestützt auf CISNET-Modellrechnungen, die einen früheren Beginn mit geringerer Mortalität und geringeren ethnischen Disparitäten verbinden. Die Evidenz für ein Screening ab 75 sowie für ergänzende Ultraschall- oder MRT-Untersuchungen bei dichter Brust (BI-RADS C/D) bleibt Grad I (unzureichend). Das deutsche Mammographie-Screening-Programm bietet Frauen von 50–75 Jahren eine zweijährliche Untersuchung an (die obere Altersgrenze wurde nach G-BA-Beschluss und IQWiG-Bewertung zum 1. Juli 2024 von 69 auf 75 angehoben). Risiken sind falsch-positive Befunde, Überdiagnosen (vor allem DCIS) und ein sehr geringes strahleninduziertes Krebsrisiko.

Quellen

  1. Nicholson WK, Silverstein M, Wong JB, et al.. (2024). Screening for Breast Cancer: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement. *JAMA*doi:10.1001/jama.2024.5534
  2. Trentham-Dietz A, Chapman CH, Jayasekera J, et al.. (2024). Collaborative Modeling to Compare Different Breast Cancer Screening Strategies: A Decision Analysis for the US Preventive Services Task Force. *JAMA*doi:10.1001/jama.2023.24766
  3. Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA). (2023). Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie und der Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme: Anhebung der oberen Altersgrenze im Mammographie-Screening-Programm auf 75 Jahre