Zurück zum Glossar
Umwelt & Exposom

Schwermetalle (Pb, Cd, Hg)

ENHeavy metals (Pb, Cd, Hg)

Geprüft von

Blei, Cadmium und anorganisches Quecksilber sind die Schwermetalle, die in epidemiologischen Studien am konsistentesten mit chronisch-niedrigschwelliger menschlicher Exposition und gesundheitlichen Folgen in Verbindung gebracht werden. Blei gelangt über veraltete Trinkwasserinstallationen und Altlacke in den Organismus; Cadmium akkumuliert über Zigarettenrauch, kontaminierte Böden und bestimmte Lebensmittel; Methylquecksilber reichert sich durch Bioakkumulation in großen Raubfischen an. Mechanistisch verdrängen diese Metalle essentielle Ionen, hemmen Enzymaktivitäten, erzeugen reaktive Sauerstoffspezies und verändern DNA-Methylierungsmuster — epigenetische Effekte, die mit beschleunigtem biologischem Altern assoziiert werden. NHANES-Studien zu Blut-Blei-Spiegeln haben eine kontinuierliche Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen Blutbleikonzentrationen und Gesamt- sowie kardiovaskulärer Mortalität auch bei bisher als sicher geltenden Werten beschrieben, was zu wiederholten Absenkungen der Referenzwerte geführt hat.

Quellen

  1. Lanphear BP, Rauch S, Auinger P, Allen RW, Hornung RW. (2018). Low-level lead exposure and mortality in US adults: a population-based cohort study. *Lancet Public Health*doi:10.1016/S2468-2667(18)30025-2