Phosphat (Serum)
ENPhosphate (serum)
Geprüft von Maurice Lichtenberg
Das Serum-Phosphat spiegelt das Gleichgewicht aus intestinaler Absorption, renaler tubulärer Rückresorption und Austausch mit Knochen sowie intrazellulären Speichern wider, reguliert vor allem durch das Parathormon (PTH), den Fibroblastenwachstumsfaktor 23 (FGF-23) und Kalzitriol. Hyperphosphatämie ist klinisch vor allem bei chronischer Nierenerkrankung relevant, wo eine eingeschränkte renale Phosphatausscheidung sekundären Hyperparathyreoidismus, Gefäßkalzifizierung und kardiovaskuläre Mortalität begünstigt. Selbst innerhalb des Normbereichs wurde ein höheres Serum-Phosphat bei Erwachsenen in der Allgemeinbevölkerung in großen prospektiven Studien unabhängig mit linksventrikulärer Hypertrophie, arterieller Steifigkeit und erhöhter Gesamtmortalität assoziiert. Hypophosphatämie kann beim Refeeding-Syndrom, bei Vitamin-D-Mangel oder übermäßiger FGF-23-Aktivität auftreten und beeinträchtigt ATP-Produktion, Erythrozytenfunktion und Knochenmineralisation.
Quellen
- Onufrak SJ, Bellasi A, Shaw LJ, Herzog CA, Cardarelli F, Wilson PW, et al.. (2008). Phosphorus levels are associated with subclinical atherosclerosis in the general population. *Atherosclerosis*doi:10.1016/j.atherosclerosis.2007.11.004
- Giachelli CM. (2009). Phosphate as a vascular toxin. *Pediatric Nephrology*doi:10.1007/s00467-008-0817-y
