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Zellbiologie

Nekroptose

ENNecroptosis

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Nekroptose ist eine Form des programmierten nekrotischen Zelltods, der über einen definierten molekularen Weg verläuft, an dem die Rezeptor-interagierenden Proteinkinasen RIPK1 und RIPK3 sowie die Pseudokinase MLKL beteiligt sind: Wenn Apoptose blockiert oder überwältigt wird, treibt die RIPK3-vermittelte Phosphorylierung von MLKL dessen Oligomerisierung und Translokation zur Plasmamembran an, was zu lytischer Membranschädigung und Freisetzung von Schadenssignalen (DAMPs) führt. Im Gegensatz zur Apoptose ist Nekroptose aufgrund dieser DAMP-Freisetzung inhärent entzündlich und kann durch Todesrezeptor-Liganden, virale Sensoren und Toll-like-Rezeptoren ausgelöst werden. Zunehmende Evidenz verknüpft Nekroptose mit altersbedingten Erkrankungen wie Neurodegeneration, ischämischen Schäden und entzündlichen Darmerkrankungen, wenngleich ihr spezifischer Beitrag zur physiologischen Alterung gegenüber akuten Erkrankungen noch untersucht wird.

Quellen

  1. Cho YS, Challa S, Moquin D, Genga R, Ray TD, Guildford M, Chan FK. (2009). A core role for RIP3 in necroptosis. *Cell*doi:10.1016/j.cell.2009.05.028
  2. Weinlich R, Oberst A, Beere HM, Green DR. (2017). Necroptosis and its role in inflammation. *Nature Reviews Molecular Cell Biology*doi:10.1038/nrm.2016.149