# Baroreflexsensitivität

Die Baroreflexsensitivität (BRS) quantifiziert das Ausmaß der Herzfrequenzantwort auf akute Blutdruckänderungen und wird in Millisekunden RR-Intervalländerung pro mmHg Druckveränderung angegeben. Arterielle Barorezeptoren im Karotissinus und im Aortenbogen modulieren fortlaufend den vagalen und sympathischen Ausstrom, um Blutdruckschwankungen abzupuffern; eine höhere BRS zeigt einen reaktionsfähigeren und effizienteren Reflexbogen an. Die BRS nimmt mit Alter, Hypertonie, Herzinsuffizienz und Diabetes ab; eine niedrige BRS ist ein unabhängiger Prädiktor für kardiovaskuläre Ereignisse und Mortalität, insbesondere nach Myokardinfarkt. Sie wird mittels pharmakologischer Methoden (Phenylephrin- oder Nitroprussid-Bolus), spontaner Sequenzanalyse oder der modifizierten Oxford-Technik erfasst und als kardiovaskulärer Alterungsbiomarker untersucht, der auf körperliches Training und Gewichtsreduktion ansprechen kann.

## Sources

- La Rovere MT, Bigger JT Jr, Marcus FI, Mortara A, Schwartz PJ; ATRAMI Investigators. (1998). Baroreflex sensitivity and heart-rate variability in prediction of total cardiac mortality after myocardial infarction (ATRAMI). Lancet. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(97)11144-8

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